Archiv für September 2009

Fondsinvestments bleiben Zukunftsmusik

Dienstag, 22. September 2009

Die Finanzkrise hat viele Anleger so stark verunsichert, dass sie die Flucht aus den Aktienmärkten angetreten haben und seither in einer Art Starre verharren. Vergessen wird hier jedoch, dass es in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung selten einen durchweg geradlinigen Kurs gegeben hat und die Börse, wie auch die Anleger, von Ups und Downs leben und dadurch durchaus Gewinne zu verbuchen hatten.

Aktien und Fonds haben sich von einem Segment in dem sich Adlige und Industrielle tummeln zu einem zentralen Mittel zum Vermögensaufbau und zur privaten Vorsorge entwickelt und zu einer Investition, die am ehesten vom gesamtwirtschaftlichen Wachstum profitieren kann. Sorgen bereiten viele Anleger die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für Kauf und Verkauf. Fondsgebundene Versicherungen können bei dieser Sorge Abhilfe schaffen, denn durch regelmäßige Investitionen bei hohen und auch niedrigen Kursen wird letztendlich ein mittlerer Einstandskurs erreicht und das Risiko verringert. Einige moderne fondsgebundene Versicherungen glänzen auch bereits mit Garantien, die das Verlustrisiko noch weiter vermindern. Sicherheitsbudget im Deckungsstock einer Lebensversicherung, Risikobudget in Investmentfonds und gesteuertes Risiko-Exposure in Garantiefonds - bei so genannten dynamischen Hybridprodukten wird bei steigenden Kursen gekauft, bei fallenden verkauft und das immer unter Berücksichtigung des individuellen Risikobudgets des Kunden. Die Umschichtungen erfolgen schnell, nach festen Regeln und der Kunde hat keinerlei Mehraufwand. Vielleicht lohnt es da, sich langsam aus der Starre zu bewegen.

(Quelle: Euro am Sonntag, 18./19.07.2009)

Verstecken unmöglich

Dienstag, 22. September 2009

Durch das neue Alterseinkünftegesetz müssen Rentner seit 2005 mindestens 50% ihrer gesetzlichen Rente versteuern, wenn die Einkünfte eine gewisse Höhe erreichen. Dieser steuerpflichtige Rentenanteil erhöht sich seit 2005 jährlich um 2 Prozent. Rentner bleiben dann ein Leben lang bei dem zu versteuernden Rentensatz mit dem sie begonnen haben, müssen jedoch spätere Rentenerhöhungen in voller Höhe versteuern. Wie hoch die Steuerlast ausfällt, wird am Ende eines Jahres per Einkommensteuererklärung ermittelt.

Wichtig ist, dass Rentner sich mit dieser neuen Pflicht auseinandersetzen und nicht erst auf die Mahnung des Finanzamtes warten. Dann drohen nämlich neben hohen Nachzahlungen für mehrere versäumte Jahre außerdem noch finanzielle Strafen.

Überprüft wird eine Steuerpflicht durch die Meldungen aller Rententräger. Die sind ab dem 1. Oktober 2009 dazu verpflichtet, die Finanzämter über die ausgezahlten Renten seit 2005 zu informieren. Für die Ermittlung aller Rentner durch das Finanzamt sorgt die neue Steueridentifikationsnummer.

(Quelle: Focus Money 36/2009)

Die Rente nach der Steuerreform 2005

Montag, 7. September 2009

Millionen Rentner befürchten, dass ihnen nach Abzug der Steuer von ihrer Rente kaum noch Geld zum Leben übrig bleibt.
Wie sieht die Realität nach der Steuerreform 2005 aus?

Rente (gesetzliche Rentenversicherung)

15.000€

Persönlicher Rentenfreibetrag (ermittelt 2005)

minus

7.500€

Werbungskosten-Pauschbetrag

minus

102€

Steuerpflichtige sonstige Einkünfte

=

7.398€

Einkünfte aus Kapitalvermögen

+

3.000€

Einkünfte Vermietung & Verpachtung

+

2.000€

Summe Einkünfte

12.398€

Altersentlastungsbetrag: 40% von 5.000€ (ermittelt 2005), höchstens

minus

1.900€

Gesamtbetrag der Einkünfte

=

10.498€

Krankenversicherungsbeiträge (ab 2005 absetzbar), höchstens

minus

1.500€

Behinderten-Pauschbetrag bei GdB von 80

minus

1.060€

Spenden

minus

300€

Zu versteuerndes Einkommen

=

7.638€

Der „Gesamtbetrag der Einkünfte“ unseres Beispiel-Rentners liegt über
dem Grundfreibetrag von 7.664 €. Daher muss der Rentner
eine Steuererklärung abgeben. Da jedoch sein „zu versteuerndes
Einkommen“ unter dem Grundfreibetrag liegt, fallen letztendlich
keine Steuern an.

(Quelle: Welt am Sonntag/www.steuerrat24.de)